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Lichtblick

Arbeitsamt Schwäbisch – Hall
1998

Die Idee 

Ein riesiges Prisma, daß das einfallende Sonnenlicht mit enormer Strahlkraft in die Spektralfarben aufspaltet und so die Besucher mit einem Lichtblick” empfängt  

Die Architektur des neuen Erweiterungsbaus für das Arbeitsamt bezieht sich in ihrer Transparenz vor allem auf das Tageslicht.  Das Konzept des Architekten – in einer thematisch eher belasteten Situation eine helle und freundliche Atmosphäre zu schaffen – wird durch das  Lichtprisma aufgegriffen und vertieft. Es spaltet das weiße Licht der Sonne in die Farben des Regenbogens auf und bringt so, auf eine sehr subtile Weise, Farbe und Lebendigkeit in das Umfeld. Die 2-teilige Arbeit besteht aus einem großen Plexiglasprisma, das auf einer Stahlsäule, die im Erdgeschoß des Foyers verankert ist, aufliegt und zwar derartig, daß eine Spitze des Dreikantprismas 10 cm tief in die (an dieser Stelle entsprechend ausgesparten) Säule versenkt ist.  Das Prisma liegt in Augenhöhe der 1. Etage, wodurch die Besucher bei Sonneneinstrahlung das gesamte Farbspektrum des Sonnenlichtes voneinander getrennt betrachten können. Durch die enorme Größe des Prismas ist die Strahlkraft des Lichtes mit der  eines starken Bühnenscheinwerfers vergleichbar. Gleichzeitig bilden sich auf allen Etagen unterschiedlich große spektrale Brechungen ab und werden durch die vielen Glasflächen reflektiert. Auch bei trübem Wetter sind spektrale Lichterscheinungen auf allen Gegenständen, die hinter dem Prisma liegen, zu sehen.

Plexiglas, Stahl, Tageslicht
Prisma: B 200 x H 45 x L 40 cm
Stahlsäule: H 500 x B 40 x L 40 cm